Fuesse gefördert von EU, BMWK und SH 1290 280

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2026

2026 DGRV BerlinIn den letzten beiden Jahren waren wir sehr zurückhaltend mit der Teilnahme an Austauschformaten und Vortragsreihen, da die Arbeit am Leitungsbau und damit verbundenen Förder- und Finanzthemen absoluten Vorrang hat. Im Januar 2026 ist dann doch eine von uns nach Berlin zum Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende gefahren, da wir die Möglichkeit hatten, auf dem Podium und vor ausgebuchtem Saal unsere Sicht auf genau diese Themen darzustellen und sie auch Vertreter*innen der Bundespolitik deutlich zu machen. Unser Hauptproblem sind die unterschiedlichen Zeitschienen, zwischen denen wir navigieren müssen: strikt vorgegebene, aber dennoch fragile Zeitpläne anderer Bauträger, z.B. die Gemeinde oder der Landesbetrieb Straße. Die Heizsaison, die sich einfach nicht an die Prüferfordernisse der Bank hält. Förderzeiträume und Ausschreibungsfristen. Kaputte Heizungen im Bestand, die ersetzt werden müssen, und Nachbarschaften, die sich noch nicht entscheiden konnten.

Nach dieser Schilderung bekam unsere winzige dörfliche Genossenschaft von Stephanie von Ahlefeldt (Bundeswirtschaftsministerium) "Nerven aus Stahlseilen" bescheinigt und deutlichen Respekt für unsere Arbeit ausgesprochen. Ein gutes Gefühl und für die wildbewegte Zukunft eine Ansprechpartnerin für unsere verlässlich wiederkehrenden Sorgen und Nöte. 

Einen Bericht vom Kongress findet Ihr zum Nachlesen hier: https://www.dgrv.de/news/bundeskongress-genossenschaftliche-energiewende-2026-so-war-es/

P.S. Kosten sind für die Genossenschaft nicht angefallen, alle Aufwendungen für die Reise wurden vom Veranstalter ausgeglichen. 

Preiserhöhung zum 01.01.2026

Frei nach August Kopischs Gedicht "Die Heinzelmännchen zu Köln" klagen auch wir: "Wie war zu Hürup es vordem / im Wärmenetz doch so bequem"... selbst in der Energiekrise 2022 blieben unsere Preise stabil, wofür viele Hei(n)zelleutchen in Gestalt unserer Ehrenamtlichen sorgten. 
Nun müssen wir die zweite Preiserhöhung in der zehnjährigen Geschichte der Wärmegenossenschaft hinnehmen. Hier erklären wir die Hintergründe:

Auf der Generalversammlung am 8. Mai 2025 informierte der Vorstand über die Preiserhöhung, die zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Lange wurde dieses Thema intern besprochen und verhandelt, bevor das Vorstandsteam diesen Beschluss fassen musste, um ihn Euch dann auf der Generalversammlung zu präsentieren.

Musste? Ja, das Vorstandsteam musste die Preiserhöhung beschließen, weil dies eine der vielen Bedingungen unserer finanzierenden Bank für die Finanzierungszusage für den nächsten Bauabschnitt war. Dieser nächste Bauabschnitt, die Transportleitung zur Konversionsfläche, ist notwendig für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes und erforderlich für die Verbesserung des operativen Ergebnisses. 

Das ist schwierig für uns alle. Aber wir schließen das Gedicht nicht resignierend wie Kopisch mit den Worten "Ach, daß es noch wie damals wär! / Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!"denn wir wissen, die Solarthermie kommt in nicht allzu ferner Zukunft, die heute sehr hohen Investitionen werden abbezahlt, und gemeinsam bauen wir eine sinnvolle lokale Infrastruktur für uns alle. Wir freuen uns darauf. 

Fernwärmeveröffentlichungspflicht: Preisgleitklausel April 2025

Wir sind verpflichtet, Euch Genoss*innen und allen anderen Interessierten unsere geänderte Preisgleitklausel mitzuteilen. Wir mussten diese Klausel ändern, da die bisher zugrundeliegenden Indizes nicht mehr existieren.

Stellenanzeige: Technisch begabte Person gesucht

Wir sind eine Genossenschaft mit Sitz in Hürup. Für die Versorgung unserer Mitglieder mit Wärme für Heizung und Warmwasser errichten wir ein Nahwärmenetz und erzeugen die erforderliche Wärme aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung. Für unsere Heizanlagen suchen wir eine weitere liebevolle Betreuung. Wir haben bereits ein tolles, größtenteils ehrenamtliches Team, das mit vollem Einsatz dabei ist. Wir benötigen weitere Unterstützung, denn wir wachsen stetig.

Hier ein paar Eckdaten:

  • Voll- oder Teilzeit, Zeiteinteilung nach Absprache
  • Einsatzort: Gemeinde Hürup
  • Aufgabe: Betrieb und Wartung unserer Wärmeerzeugungsanlagen, momentan Holzhackschnitzelkessel und BHKWs, ab 2026 auch Solarthermie
  • Voraussetzung: Eine technische Ausbildung z.B. in den Bereichen Maschinenbau, Heizungsbau, Elektrik, etc. von Vorteil, technisches Verständnis erforderlich
  • selbstständiges Arbeiten
  • Arbeitsbeginn 1. Dezember
  • unbefristeter Vertrag

Melden Sie sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., persönlich in unserem Büro in der Hauptstraße 40, Hürup (dienstags 9-12 Uhr, donnerstags 17-20 Uhr), oder telefonisch unter 04634-9365628 (AB). 

BAFA-Verlängerung -- Erfahrungen

Ja, mach nur einen Plan... Ihr wisst ja alle aus Erfahrung, wie viel länger die Baumaßnahmen leider dauern. Einige von Euch mussten daher auch schon eine Verlängerung der Abruffrist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Das ist nach dieser Maßgabe möglich: „Die Befristung kann auf begründeten Antrag um zwölf Monate und gegebenenfalls um weitere zwölf Monate verlängert werden, wenn die Umsetzung der Maßnahme innerhalb der ursprünglichen Frist vom Antragsteller aus Gründen nicht umgesetzt werden konnte, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat. Die maximale Bewilligungsfrist für Einzelmaßnahmen beträgt damit 48 Monate.“ (BEG-Richtlinie)